Self Service extrem: Sarg zum Selberbauen !
Mittwoch, 27. Mai 2015 - Kategorien: , , ,

Conroy: “Fuck ! 1 2 1 9 8 7 6 0 … Fuck !!!”

Eine Stimme meldet sich am anderen Ende der Leitung.

Callcenteragent 1: „Bitte beruhigen Sie sich.  Wie ist ihr Name ? Können Sie mir ihren Aufenthaltsort sagen ?”

Conroy: “Ich bin in einem Sarg !”

Callcenteragent 1: “Wenn Sie in einem Sarg sind, wie können Sie mich dann anrufen ?  Sind Sie in einem Beerdigungsinstitut ?”

Conroy: “Ich rufe Sie mit einem Handy an.”

Callcenteragent 1:  “In dem Sarg, in den Sie geklettert sind, war ein Handy ???”

Conroy: “Ja, nein, Ja…”

Callcenteragent 1: “Wie sind Sie in den Sarg geraten ?”

Conroy: “Ach vergessen Sie´s…” 

Conroy legt entnervt auf und probiert eine andere Nummer.

Conroy ( verzweifelt): “Nimm ab, Nimm ab, Nimm ab !”

 Callcenteragent 2 nimmt ab.

Conroy (keucht): “Ich bin in einer Kiste begraben. Verbinden Sie mich bitte mit dem FBI.”

Callcenteragent 2: “Ich habe Nummern des FBI in Boston, Chicago, New York, Philadelphia, New Hav…”

Conroy: “Scheissegal welche Stadt – Nimm Chicago verdammt !!!”

Callcenteragent 2: “Für eine zusätzliche Gebühr von 25 Cent werden Sie direkt verbunden.”

 Conroy:  “Fuuck!!!”

Callcenteragent 2: “Es gibt keinen Grund unhöflich zu sein. Wie lautet ihre Sozialversicherungsnummer ?”

Conroy: “Is doch scheissegal ! Ich liege irgendwo mitten in der Wüste in einem verdammten Sarg und Sie fragen mich nach meiner Sozialversicherungsnummer ???”

Conroy versucht es wieder mit einer anderen Nummer und ruft direkt bei seinem Arbeitgeber CRT an:

Callcenteragent 3: “Gut ich verbinde Sie – (Warteschleifenmusik) –  “Bei CRT steht der Kunde an erster Stelle – wir bieten Ihnen effiziente und nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen, die sich in der stetig wachsenden globalen Wirtschaft stellen..”

Conroy:  “Ich bekomme keine Luft hier drin – Fuck, Fuck, Fuck !!!!”

 

In einem Sarg kann es  ganz schön ungemütlich sein, besonders dann, wenn man noch am Leben ist – so wie der amerikanische Lastwagenfahrer Paul Conroy  (Ryan Reynolds) , der im Klaustrophobie Thriller “Buried” entführt und mitten in der Wüste des Irak lebendig begraben wird. Als einzige Verbindung nach draussen hat Conroy nur noch ein Handy in der Tasche und gerät zu allem Überfluss  in die grauenvolle Welt der Hotlines, Mailboxes und Callcenter. Von dort ist aber  keine Hilfe zu erwarten – Servicewüste im wahrsten Sinne des Wortes…

Fazit:  Alles muss man selber machen  – und der Trend zum Self Service erfasst mittlerweile auch  sonderbare Bereiche:

Beim Getränkeautomaten im Supermarkt bringen wir schön brav unser Leergut zurück, an der Packstation holen wir unsere Pakete ab und und sogar beim Bestattungsinstitut sollen wir uns  inzwischen selbst anmelden 😉

 

 Self Service beim Bestattungsinstitut

Doch das ist bei weitem noch nicht das Ende der Fahnenstange. Laut einem Bericht von n – tv hat der findige  Frankfurter Möbel-Designer Heribert Schwab offenbar eine Marktlücke entdeckt und produziert   Self Service Särge zum Selberbauen.

Viele Kundinnen und Kunden können oder wollen sich heutzutage eine kostspielige Beerdigung nicht mehr leisten. Das Bestattungsunternehmen Leo Kuckelkorn beispielsweise wirbt via google ads  folgendermaßen für seine Dienste:

google ad  Bestattungsinstitut

Eine komplette Erdbestattung ohne Trauerfeier  bei Kuckelkorn kostet aber immer noch  1.699 € – für manche  Hinterbliebenen ein hübsches Sümmchen. Viele Kunden können oder wollen sich dies auf den letzten Metern  nicht mehr leisten. Da sind die 199 € für den Selberbauer geradezu ein Schnäppchen:

 

link zum N TV Beitrag über Särge zum Selberbauen

Besonders praktisch die Multifunktionalität des guten Stücks:  Zu Lebzeiten ist der Sarg auch als Schrank nutzbar !

Fazit:  auch für den Self Service Bereich gilt: Es gibt nichts was es nicht gibt….

 

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